2013

 

 

 

Chronik 2013

 

Schon zu Beginn stand das Jahr 2013 ganz im Zeichen des anstehenden Besuches bei der Partnerband in Wick, im äußersten Norden Schottlands. Trotzdem, oder wohl grade deswegen, startete der Verein wie gewohnt bereits im März in die aktive Phase und war auf diversen Festen und Veranstaltungen vertreten.

Auftakt dazu bildete ein Konzert des Musikvereins Horgenzell, bei dem auch unser jüngster Piper Marius Held zum ersten Mal so richtig zeigen konnte was in ihm steckt. So lieferte er trotz seiner zehn Jahre ein hervorragendes Solo bei dem Lied Highland Cathedral ab und zeigte sich auch in allen anderen Liedern versiert.

Mitte März war der Band dann die Ehre zuteil, einem jungen Paar zu helfen in den Hafen der Ehe einzulaufen und auch bei der Regionalmesse in Oberessendorf konnte man sich trotz des etwas frischen Windes gekonnt präsentieren.

Leider ging es nicht so fröhlich weiter. Am Vatertag Anfang Mai kamen zwei Musiker einer befreundeten Pipeband bei einem tragischen Unfall ums Leben.  Die Spieler der Highland Pipes and Drums sagten daraufhin im weiteren Verlauf geplante Auftritte kurzerhand ab. Nur zwei Geburtstage in Krumbach und Mittelurbach wurden in kleiner Besetzung gespielt und erst beim letztmalig statt findenden International Tattoo in Ellwangen Anfang Juli bestritt man wieder einen offiziellen größeren Auftritt in der dort spielenden Massed Band.

Eine Woche später war es dann endlich soweit. Die lang ersehnte Reise zu den schottischen Freunden nach Wick konnte angetreten werden. Drei Mal musste man den Flieger wechseln und je weiter man Richtung Schottland kam, desto kleiner wurde das Flugzeug. Erleichtert nach der langen Reise betrat die Band schottischen Boden. Endlich wieder im gelobten Land! Die Tage in Wick vergingen wie im Flug und auch denen die zum erstem Mal dabei waren wurde sehr schnell klar: dort ist man nicht nur zu besuch, dort ist die zweite Heimat der Highland Pipes and Drums of Waldsee. Auch für diesen Besuch hatte sich die Partnerband aus Wick etwas ganz besonderes überlegt. Sie schickten die deutschen Landratten mit einem Schnellboot und einem alten Segelschiff auf das offene Meer, um ihnen die unbeschreibliche, wilde Natur der schottischen Küste näher zu bringen. Egal ob Papageientaucher, Vogelbrutgebiete oder winkende Seehunde; es blieb ein unvergessliches Erlebnis. Natürlich kam aber auch das gemeinsame Musizieren nicht zu kurz. So spielten die Highland Pipes and Drums of Waldsee mit der Wicker-Band eine Street Parade in der gleichnamigen Stadt. Besonderes Highlight auf der musikalischen Seite war aber der gemeinsame Auftritt zum 100-jährigen Bandjubiläum in Thurso am darauf folgenden Tag. Was aber wäre Schottland ohne seine berühmten Ceilidhs? Richtig! Nicht denkbar und so endete dieser Tag in Thurso auch sehr spät und dem Anlass angemessen feucht fröhlich. Wie bei jedem Besuch war auch dieses Mal die gemeinsam verbrachte Zeit viel zu kurz. Der Abschied kam. Schweren Herzens und mit vielen Erinnerungen im Gepäck verabschiedete sich die Band von den Freunden und trat die Heimreise an. Dabei dürfte dem Einen oder Anderen nur die Aussicht auf ein baldiges Wiedersehen beim 25-jährigen Bandjubiläum im nächsten Jahr in Bad Waldsee das Goodbye erleichtert haben.

Schlag auf Schlag folgten nun das jährliche Altstadt- und Seenachtsfest in Bad Waldsee, bei dem die Highland Pipes and Drums schon aufgrund ihres Namens nicht fehlen dürfen und auch einen eigenen Stand betreiben. Die Eröffnung der Highländgames in Wilhelmskirch, bei deren Durchführung man sich in den letzten Jahren etablieren konnte und der Auftritt bei der Gartenlust in Illertissen Im September, welcher traditionsgemäß immer sehr heiß und anstrengend ist, so dass es zur anschließenden Jubiläumsparty der Schwotten aus dem Allgäu leider nur eine kleine Abordnung geschafft hat.

Erst danach wurde es etwas ruhiger und man bestritt im Schnitt nur noch einen Auftritt im Monat. So startete man beim traditionellen Schussenrieder Oktoberfest als eine der Hauptattraktionen.

Der einzige Auftritt im November hatte leider noch einmal einen traurigen Hintergrund. Dort spielte die Band bei einem Benefizkonzert der Royal Sulgemer Crown Swamp Pipers mit. Bei diesem Konzert wurde noch einmal den beiden verunglückten Freunden vom Vatertag mit einem gemeinsamen „ Pipes Down“ die letzte Ehre erwiesen.

Den letzten Auftritt des Jahres betritt die Band dann wieder aus einem erfreulicheren Grund, nämlich anlässlich des 50. Geburtstages ihres Pipers Wolfgang.

Nun endlich konnten die Highland Pipes and Drums nach einem Wechselbad der Gefühle in diesem vergangenen Jahr,  in ihre wohlverdiente Winterpause gehen.  und das Jahr 2013 besinnlich ausklingen lassen.