Die erste Uniform - erste Auftritte

Weil Dudelsack und Schottenrock, bedingt durch ihre lange gemeinsame Geschichte, unbedingt zusammen gehören, ist die Uniform für die "Highland Pipes and Drums" obligatorisch. Es handelt sich dabei um die traditionelle Uniform der "Royal Stewarts" am schottischen Königshof. Das komplette Dress wird maßgeschneidert aus Schottland importiert. 


Nach anfänglich kleineren Auftritten auf Geburtstags- und Hochzeitsfeiern folgten öffentliche Engagements bei Stadtfesten und Umzügen. Selbst Bayerns ehemaliger Ministerpräsident Edmund Stoiber und einige Münchener VIPs lauschten beim Oktoberfest 1994 den unter die Haut gehenden Klängen der Dudelsackspieler aus Bad Waldsee.

 Angetrieben vom Spaß an der Musik und sich einstellendem Erfolg beschritt die Band im Jahre 1995 den Weg in die "Legalität": sie gründete einen eingetragenen Verein. 
Geleitet wurde er vom "Vater des Gedankens" Michael Baumeister (1. Vorsitzender 1995-2003) und dem Pipe Major Martin Held, bis heute musikalischer Leiter (1. Vorsitzender 2003-2007).

 

Heute stehen den Highland Pipes and Drums of Waldsee zwei verschiedene Uniformen zur Verfügung. Imposant ist das sogenannte Full Dress, dessen Markenzeichen ein Umhang über der linken Schulter, in den Tartanfarben des Kiltes, ist und Plaid genannt wird. Dazu gehört eine Jacke im Militärstil, das sogenannte Doublet. Anhand des Schnitts und der Art der Befestigung des Plaids, kann man sehen, welches Instrument der Träger innerhalb der Band spielt. Ebenfalls unabdingbar ist das auffällige Feather Bonnet, welches in Form und Farbe den bekannten Bärenfellmützen der Englischen Truppen zwar ähnelt, aber aus Straußenfedern hergestellt wird. Der Vorteil dieser Uniform liegt in der Auffälligkeit und militärischen Genauigkeit der Kleidungsstücke. Nachteil ist die Dicke der Materialien, was grade in unseren Breitengraden dazu führen kann, dass die sich aufstauende Hitze an sommerlichen Tagen kaum auszuhalten ist.

Im Laufe der Zeit, grade an heißen Tagen, als praktischer hat sich die Anschaffung des „Evening Dress“ herausgestellt. Dessen Markenzeichen ist die kleine Kopfbedeckung, das Glengarry, welches mit einem weißen Federsträußchen, dem Hackle, getragen wird. Zum unabdingbaren Kilt wird entweder nur ein langarmiges weißes Hemd mit schwarzer Weste getragen, oder aber, vor allem an kühleren Tagen oder bei leichtem Regen, es kommt noch das „Argylle Jacket“ dazu, welches einer Prinz Charly Jacke ähnelt. Es ist nicht so dick wie das Doublet und bietet etwas mehr Bewegungsfreiheit.

Wunderschön anzusehen sind sicherlich beide Uniformenarten und so steht es der Band inzwischen frei, ihr Outfit den Anforderungen des Events und denen des Wetters anzupassen.